Walter Schnell | Foto: Martin Maier

23.05.2019
Bezirkstagsfraktion: Freie Wähler für Erhalt der Wasserversorgung in öffentlicher Hand

Landkreis Roth / Mittelfranken – Für den Erhalt des Trinkwassers in öffentlicher Verantwortung sprechen sich die Freien Wähler aus. Kritisch werden insbesondere Initiativen aus Brüssel betrachtet, die eine Privatisierung der Wasserversorgung vorsehen. So schaffe jede Privatisierung falsche Anreize für Profitstreben global agierenden Konzerne, heißt es in einer Pressemitteilung der Freien Wähler.

Deutliche Worte findet der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im mittelfränkischen Bezirkstag und stv. Landrat des Landkreises Roth Walter Schnell: „Die örtliche Daseinsvorsorge – insbesondere die öffentliche Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Krankenhäuser, die Bereiche Abfall und öffentlicher Personennahverkehr sowie kulturelle Einrichtungen - hat eine besondere und zentrale Bedeutung für die Gesellschaft und die Bürgerinnen und Bürger.“ Daher erwarten die Freien Wähler, dass die EU diesen besonderen Stellenwert der kommunalen Daseinsvorsorge beachtet und nicht in mitgliedstaatliche Kompetenzen eingreift.

Vor dem Hintergrund des letztjährigen trockenen Sommers und möglicher Wiederholungen wies Schnell auf drohende Dürreperioden hin, die zu einem neuen Bewusstsein um den Wert gesunden Trinkwassers führen müssen. Hygienisch einwandfreies und gesundes Trinkwasser könne es nur geben, wenn die Bürgerschaft hinter ihren kommunalen Versorgern stünde. Die Wasserversorger müssten dazu in zukunftsfähige, technisch einwandfreie Wasserversorgungsanlagen investieren. Auch der Freistaat Bayern müsse diese Maßnahmen gerade in der Fläche fördern.

Für Walter Schnell, der auch als Verbandsvorsitzender eines kommunalen Wasserversorgers Verantwortung trägt, ist Wasser kein Handelsgut, sondern ein Lebensmittel. Daher müsse das Gemeinwohl im Vordergrund stehen.

 

Verantwortlich:
Walter Schnell, 09122 / 9255-15 (d)
Fraktionsvorsitzender der FW im Bezirkstag
Stv. Landrat Landkreis Roth
Bürgermeister Gemeinde Kammerstein